Kernwegenetz

Ziele

Ziel ist der bedarfsgerechte Ausbau der wichtigsten Gemeindeverbindungsstraßen, sowie der öffentlichen Feld- und Waldwege zur Aufnahme des landwirtschaftlichen Verkehrs und zur Nutzung durch Fahrradfahrer und Spaziergänger.

Die Partnergemeinden der ILE (Agilsbach, Attenhofen, Elsendorf, Mainburg und Volkenschwand) haben beschlossen, ein gemeinsames Konzept für ein „Ländliches Kernwegenetz“ auszuarbeiten. Dies war unter anderem einer der Gründungsimpulse des Zusammenschlusses der ILE Hallertauer Mitte.

So wie alle Straßen müssen auch ländliche Wegenetze regelmäßig ertüchtigt werden. Gerade im ländlichen Raum stellen diese einen wichtigen Bestandteil der Infrastruktur dar. Viele Wege sind aufgrund ihres Alters schlichtweg verbraucht und weisen teils erhebliche Schäden auf. Zudem hat der anhaltende Strukturwandel die Anforderungen an das Wegenetz verändert. Die landwirtschaftlichen Maschinen werden immer größer, schwerer und schneller. Die Verlagerung von Betriebszweigen hin zur Energieproduktion mit zeitlich konzentrierten Maschineneinsatz, sowie der Wandel für die Bereiche Freizeit und Tourismus erfordern einen zeitgemäßen Wegebau.

Dabei ist es der ILE Hallertauer Mitte wichtig, die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Lebensqualität und Attraktivität in der Region immer im Blick zu haben. Deshalb soll im ILE Handlungsfeld Natur, Bauen, Landwirtschaft die Zukunftsentwicklung bedarfsgerecht und nachhaltig gesteuert werden. Dabei sollen die unterschiedliche Strukturen beachtet und differenzierte Strategien verfolgt werden, je nach Lage der einzelnen Kommune, insbesondere in Bezug zu den Metropolregionen München, Regensburg, Landshut und Ingolstadt oder der Verkehrsanbindung.

Kernwegenetz

Vorgehensweise

Die sog. Kernwege sollen das bestehende Netz an übergeordneten Straßen verdichten und sollen eine gemeindegebietsübergreifende Erschließungsfunktion erfüllen. Der Ausbau der Kernwege ist mit einer asphaltierten Tragschicht von bis zu 3,5 m Breite, 0,75 m Bankett und bis zu 11,5 t Achslast vorgesehen. In der Planungsphase sollen die in Frage kommenden Wegeverbindungen identifiziert und in jeder Gemeinde mit den relevanten Schlüsselpersonen (Landwirte, BBV-Ortsobmänner, Jagdgenossenschaften etc.) erörtert werden.

Durch die interkommunale Zusammenarbeit in der ILE Hallertauer Mitte sinken die Kosten pro Kommune deutlich, zudem wird die Konzepterstellung zu 75% durch das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern gefördert. Auch bei der Umsetzung des Konzeptes wirkt sich die Zusammenarbeit im Gemeindeverbund positiv auf die Förderhöhe aus.

Das Konzept stellt die Grundlage für den Ausbau der Wegeverbindungen dar. Es beinhaltet u.a. die abgestimmte Festlegung der Kernwege, deren einfache bautechnische Erfassung sowie eine zeitliche Umsetzungsempfehlung. Vor einem Ausbau muss dann für jeden Weg eine Detailplanung stattfinden. Je nach Einstufung können bis zur Ertüchtigung einzelner Wegabschnitte auch mehrere Jahre vergehen. Durch die Aufnahme in das Konzept wird jedoch schon jetzt eine spätere Förderung durch Zuschüsse in Aussicht gestellt.

Projekt-Stammdaten

Handlungsfeld Natur, Bauen & Landwirtschaft
Projektbeginn Juni 2017
Geplanter Projektabschluss Fortlaufend
Beteiligte Unternehmen BBV LandSiedlung GmbH, München
Eder Ingenieure, Regensburg
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten Gefördert durch das Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern